INNERE ANTREIBER verstehen und neu ausrichten, um mit dem Stress gesund umzugehen und Resilienz zu stärken


 
 
 
 
 

Kennst du das Gefühl, ständig unter Druck zu stehen, weil du noch besser sein möchtest, noch schneller arbeiten oder alle um dich herum zufriedenstellen willst? Dieses ständige „Mach mehr! Sei perfekt! Halt durch!“ hat oft eine große Kraftquelle: deine inneren Antreiber. Sie beeinflussen, wie du arbeitest, Entscheidungen triffst und mit Stress umgehst – ob bewusst oder unbewusst.

Innere Antreiber können Energiequelle und Stressfaktor zugleich sein: Sie sind oft motivierende Kräfte, die dich unterstützen, deine Ziele zu erreichen. Wenn sie aber überhandnehmen, können sie dir genauso gut schaden. Sie treiben dich an – manchmal auch an den Rand der Erschöpfung.

Gerade in Situationen, in denen alles auf dich einströmt und die To-do-Liste endlos scheint, wird aus dieser Kraftquelle schnell eine Belastung. Du merkst, wie deine Energie nachlässt, der Druck wächst und Stress die Oberhand gewinnt. Plötzlich wird das, was dich eigentlich antreiben sollte, zum Grund für innere Anspannung.

In diesem Artikel schauen wir uns deine inneren Antreiber genauer an. Wir gehen den Fragen auf den Grund:

  • Was steckt hinter deinem inneren Druck?

  • Wie erkennst und verstehst du deine inneren Antreiber?

  • Wie kannst du sie neu ausrichten, damit sie dich stärken, statt zu überfordern?

📈 Dieser Artikel hilft dir auch, Wege zu finden, wie du:

  • Stress reduzieren und gleichzeitig deine innere Kraft behalten kannst.

  • Resilienz aufbauen kannst, um im Alltag widerstandsfähig zu bleiben.

  • Deine inneren Antreiber als positive Ressourcen nutzen kannst.

 

Hallo, ich bin Kasia Hübner
Resilienz-Expertin, Systemische Mental Business & Leadership Coach, Unternehmensberaterin


 

Hier auf meinem BLOG findest Du Impulse über Business Resilienz, wertschätzende Führungskultur und eine gesunde Arbeitsweise.

 
 

1. Was sind innere Antreiber?

Innere Antreiber sind wie unsichtbare Kräfte, die in dir wirken. Sie bestehen aus verinnerlichten Überzeugungen und Ansprüchen, die oft unbewusst dein Verhalten beeinflussen. Sie flüstern dir im Hintergrund zu, wie du dich verhalten sollst. Oft bemerkst du sie nicht einmal, doch sie bestimmen und steuern deine Handlungen und lassen dich glauben, du müsstest dich bestimmten Erwartungen anpassen, um erfolgreich zu sein oder geliebt zu werden. Innere Antreiber wirken wie ein innerer Kompass, der dich in verschiedene Richtungen lenkt – manchmal hilfreich, manchmal eher hinderlich.

🌱 1.1. Woher kommen deine inneren Antreiber?  

Ihre Wurzeln liegen oft in deiner Kindheit, geprägt von:

  • Familie & dem nächsten Umfeld: Deine Eltern und/ oder deine nächsten Bezugspersonen haben dir bestimmte Werte und Verhaltensweisen vorgelebt und beigebracht. Welche Erwartungen hast du übernommen? Welche Erfahrungen hast du gemacht, wie mit Lob und Tadel umgegangen wurde? Wenn du beispielsweise für deine Leistungen gelobt wurdest, kann der Antreiber „Sei perfekt“ stark wachsen.

  • Gesellschaft: Auch die Gesellschaft und Kultur um dich herum erwarten bestimmte Verhaltensweisen. Diese Erwartungen können deine inneren Antreiber stark beeinflussen. Welche Normen und Werte prägen dein Umfeld? Welche Botschaften erhältst du von den Medien? Was lässt du an dich ran?

  • Persönlichkeit: Auch deine individuelle Persönlichkeit, deine Charakterzüge und deine Lebensgeschichte formen, wie stark diese Antreiber wirken. Denn Menschen haben unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen, die ihre inneren Überzeugungen prägen.


Du hast dich vielleicht schon mal gefragt, warum du dich so fühlst oder warum du bestimmten Druck verspürst. Es könnte an diesen inneren Antreibern liegen.

 
 
 

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💡 1.2. Typische innere Antreiber (das Model der Transaktionsanalyse)

Das Modell der „inneren Antreiber“ stammt aus der Transaktionsanalyse, einer psychologischen Theorie, die in den 1950er-Jahren von Eric Berne entwickelt wurde.

In den 1970er-Jahren wurde das Konzept der Antreiber von den Psychologen Taibi Kahler und anderen Vertretern der Transaktionsanalyse weiter ausgearbeitet. Sie identifizierten fünf Hauptantreiber, die unbewusste Verhaltensmuster und innere Motivationen widerspiegeln:

  • „Sei perfekt“: Dieser Antreiber fordert dich auf, alles ohne Fehler zu erledigen. Perfektion wird zu deiner obersten Priorität. Du strebst daher nach makellosen Leistungen und hast Angst vor Fehlern.

  • „Streng dich an“: Hier geht es darum, hart zu arbeiten und nie nachzulassen. Du fühlst dich ständig dazu gedrängt, mehr zu leisten. Denn du glaubst, dass nur harte Arbeit zum Erfolg führt.

  • „Mach es allen recht“: Dieser Antreiber lässt dich immer wieder versuchen, es anderen recht zu machen, oft auf Kosten deiner eigenen Bedürfnisse. Du versuchst, die Erwartungen anderer zu erfüllen, und fühlst dich schnell überfordert.

  • „Sei schnell“: Du hast das Gefühl, immer in Eile sein und alles im Eiltempo erledigen zu müssen. Schnelligkeit wird zu deinem Maßstab für Erfolg.

  • „Sei stark“: Du denkst, du musst immer stark sein und sollst keine Schwäche zeigen. Schwäche ist für dich nicht akzeptabel. Du vermeidest, dich verletzlich zu zeigen und versteckst deine Verletzlichkeit.

⚡ 1.3. Wie wirken sich die Antreiber aus

Sie setzen dich innerlich unter Druck: Vor allem du selbst lässt dich und/ oder setzt dich unter Druck, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Und du spürst ständig Druck, deine eigenen Erwartungen zu erfüllen. Das kann stressen und überfordern.

  • Sie erschweren deine Entscheidungen: Es kann dir schwerfallen, dich zu entscheiden, weil du dich immer an den Erwartungen anderer orientierst und deine eigenen in Frage stellst.

  • Sie beeinflussen deine Beziehungen: Dein Bedürfnis, es allen recht zu machen, kann deine Beziehungen belasten und zu Konflikten führen.

  • Sie machen dich unzufrieden: Du merkst, dass du oft unzufrieden bist, egal wie viel du erreichst.

  • Sie stressen dich: Du fühlst dich häufig gestresst und überlastet, und kannst sogar in einen Kreislauf von Selbstzweifeln und Stress geraten. Du hast das Gefühl, ständig kämpfen zu müssen, um gut genug zu sein.

 
 

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2. Die zwei Seiten der inneren Antreiber

Innere Antreiber sind wie treue Begleiter, die dich antreiben, dein Bestes zu geben und deine Ziele zu verfolgen. Doch genau diese Kraft, die dich nach vorne bringt, kann auch zum Belastungsfaktor werden, wenn sie zu stark wird. Diese Spannung zu verstehen – und gezielt zu steuern – ist der erste Schritt, um deine innere Balance zu finden.

2.1. Absicht und Zielsetzung des Feedbacks klären

🌟 2.1. Motivation durch innere Antreiber

Innere Antreiber, wie das Bedürfnis nach Perfektion oder der Wunsch, alles unter Kontrolle zu haben, wirken oft auf den ersten Blick positiv. Sie bringen Klarheit, setzen Maßstäbe und motivieren zu Höchstleistungen. Im besten Fall wirken deine inneren Antreiber also wie ein Motor. Sie geben dir den nötigen Antrieb, konsequent und zielgerichtet zu handeln. Wenn dein Antreiber „Streng dich an“ oder „Sei perfekt“ dich motiviert, gehst du oft sorgfältiger und engagierter an deine Aufgaben heran. Das kann zu qualitativ hochwertiger Arbeit führen. Du fühlst dich stolz auf das Ergebnis. Das macht dich zufrieden. Doch was passiert, wenn ein Antreiber zu dominant wird?

⚠️ 2.2. Wenn die Motivation zum Stressfaktor wird

Manchmal nehmen innere Antreiber überhand und werden zu dominant. Plötzlich spürst du vielleicht, wie aus einem positiven Antrieb ein innerer Druck wird. Was als Motivation begann, kann in einen Stressfaktor umschlagen, ohne dass du den Übergang merkst.

Hier ein paar typische Beispiele:

  • Perfektionismus: Er hilft dir, gründlich zu sein, Fehler zu vermeiden und stolz auf deine Ergebnisse zu sein. Er kann zu einem riesigen Qualitätsanspruch führen. Doch dieser Anspruch kann schnell in Unzufriedenheit und Überforderung umschlagen, wenn du versuchst, jedes Detail zu kontrollieren und wenn du ständig das Gefühl hast, dass „gut“ nie gut genug ist.

  • „Mach es allen recht“: Dieser Antreiber motiviert dich dazu, ein gutes Teammitglied zu sein. Doch wenn du ständig versuchst, allen gerecht zu werden, kommst du irgendwann an deine Grenzen – vielleicht, ohne es zu merken.

  • „Sei schnell“: Schnell und effizient zu arbeiten ist oft hilfreich. Doch wenn der Druck, immer in Bewegung zu sein, dein Denken bestimmt, kann das leicht zu Stress und sogar zu Fehlern führen.

 

3. So hängen innere Antreiber mit deinem Selbstwert zusammen

Häufig sind unsere Antreiber tief in unserem Selbstbild verwurzelt. Sie flüstern dir zu, dass du mehr leisten musst, um wertvoll zu sein. Das kann auf Dauer ermüden und das Gefühl verstärken, nie „genug“ zu sein. Denn, wenn du dich ständig bemühst, den eigenen oder fremden Ansprüchen zu genügen, verknüpfst du irgendwann deine Leistung mit deinem Selbstwert. Bist du erfolgreich, fühlst du dich gut; aber wenn es nicht perfekt läuft, kannst du dich frustriert und unzufrieden fühlen.

Das kann es zu einem gefährlichen Kreislauf aus Unzufriedenheit, Erschöpfung und Selbstzweifeln führen:

  • Unzufriedenheit, weil die eigenen Ansprüche schwer zu erfüllen sind und das Gefühl, nie genug zu sein frustriert.

  • Erschöpfung, weil der ständige Druck ein Gefühl der Überforderung auslösen und ermüden kann.

  • Selbstzweifeln, weil du mit der Zeit deinen Wert und dein Können hinterfragst und sogar unter dem sog. Hochstapler-Syndrom leiden kannst.

 

Innere Antreiber brauchen also eine Balance: Denn sie treiben dich an, doch wenn sie zu stark werden, können sie dich bremsen. Je besser du verstehst, wie deine inneren Antreiber wirken, desto bewusster kannst du entscheiden, wann sie dich unterstützen – und wann sie dich loslassen sollten.

Wenn du also an einem Punkt bist, an dem du dich oft gestresst und unzufrieden fühlst, dann lohnt es sich, deine inneren Antreiber genauer anzuschauen. Sich mit den inneren Antreibern auseinanderzusetzen, bedeutet, diese versteckten Mechanismen aufzudecken und die eigenen Erwartungen neu zu justieren. So wird aus einem inneren Druck eine echte Ressource für gesunde Zielstrebigkeit.

 

4. So erkennst du deine eigenen Antreiber 

Die eigenen inneren Antreiber zu verstehen, ist der erste Schritt, um bewusst mit ihnen umzugehen. Oft wirken diese Impulse so tief in uns, dass wir sie gar nicht bemerken – oder erst dann, wenn sie uns überfordern. Durch Selbstreflexion kannst du deine Antreiber und die Dynamik dahinter aufspüren und besser verstehen, wie sie dich beeinflussen.

🔍 4.1. Selbstanalyse: Wo zeigen sich deine Antreiber?

Eine gute Frage, um deine Antreiber zu identifizieren, lautet: 

·       Wann fühle ich innerlich Druck, etwas Bestimmtes zu tun oder zu denken?  

·       In welchen Momenten kommt ein Gefühl auf, als ob ich keine andere Wahl habe, als „noch mehr“ zu geben?

 Beobachte dich dabei besonders in stressigen Momenten:

  • Spürst du den Drang, alles perfekt zu machen?

  • Hast du das Gefühl, immer für andere da sein zu müssen?

  • Oder fällt es dir schwer, dir Pausen zu erlauben, weil du dich immer anstrengen möchtest?

Dieser innere Druck ist oft ein Hinweis auf deine persönlichen Antreiber.

Erkenne Muster: Schau, welche Situationen oder Menschen den Druck, deinem inneren Antreiber gerecht zu werden, besonders verstärken.

🛠 4.2. Tools zur Selbstreflexion: Test oder Checkliste

Ein Antreiber-Test oder eine kurze Checkliste kann dir helfen, die fünf häufigsten Antreiber wie „Sei perfekt“, „Streng dich an“, „Mach es allen recht“, „Sei schnell“ und „Sei stark“ bei dir selbst zu erkennen.

➡️ Beispiel-Checkliste:

  • „Ich fühle mich oft schlecht, wenn ich eine Aufgabe nicht perfekt erledige.“

  • „Ich sage selten Nein, auch wenn ich mich schon ausgelastet fühle.“

  • „Ich glaube, Pausen zu machen bedeutet, dass ich faul bin.“

 

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💬 4.3. Den inneren Dialog beobachten

Unsere inneren Antreiber sprechen oft in einem inneren Monolog zu uns. Um diese inneren Stimmen zu erkennen, hilft es, den Dialog im Kopf bewusst zu verfolgen.

Ein paar Techniken, die dabei helfen können, deine Antreiber besser zu verstehen:

  • Achtsam zuhören: Versuche, deinen Gedanken zuzuhören, ohne sie zu bewerten. Was sagt die Stimme? „Das geht nicht schnell genug“ oder „Da geht noch mehr - das muss perfekt sein“?

  • Selbstgespräch führen: Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um laut auszusprechen, was du gerade fühlst und denkst. Diese Klarheit hilft, deine Antreiber zu benennen.

  • Journal schreiben: Notiere dir regelmäßig Situationen, in denen du dich getrieben gefühlt hast und deine Gedanken, wenn du Druck empfindest. Frage dich „Wann und warum fühle ich das jetzt so stark?“

 

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5. Strategien, um innere Antreiber als stärkende Ressourcen zu nutzen

Deine inneren Antreiber zu erkennen war der erste Schritt. Jetzt geht es darum, mit ihnen so umzugehen, dass sie dir nicht den Stresslevel hochtreiben, sondern dich unterstützen.

5.1. Achtsamkeit praktizieren  

Mit achtsamen Momenten wirst du dir deiner Gedanken und Gefühle bewusster und kannst Abstand zu innerem Druck schaffen. Hilfreiche Übungen:

  • Body Scan: Nimm wahr, wie sich dein Körper anfühlt, ohne zu bewerten. Diese Übung bringt dich ins Hier und Jetzt.

  • Atemübung: Schließe die Augen und konzentriere dich für ein paar Minuten nur auf deinen Atem. So beruhigst du dich und gewinnst Klarheit.

  • STOP-MethodeStoppen - Tief durchatmen - Observieren (Was geht gerade in dir vor?) - Plan (Wie möchtest du weitermachen?)

5.2. Selbstmitgefühl kultivieren

Selbstmitgefühl stärkt deine innere Haltung und erlaubt dir, weniger hart zu dir selbst zu sein.

Selbstmitgefühl üben mit der 3-Schritte-Methode (nach Kristin Neff):

  1. Erkenne deine Gefühle an: „Das ist gerade schwierig.“

  2. Akzeptiere, dass Unzufriedenheit menschlich ist: „Das geht vielen so.“

  3. Behandle dich freundlich und fürsorglich: „Was brauche ich jetzt wirklich?“

5.3. Reframing (= ein positives Umdeuten) der Antreiber

Durch ein positives Umdeuten, auch Reframing genannt, kannst du aus strengen inneren Antreibern hilfreiche Leitmotive machen und sie neu ausrichten. So wirst du weniger von ihnen getrieben und kannst ihre Kraft gezielt und konstruktiv für dich nutzen.

Reframing-Übung: Wandle belastende Gedanken bewusst positiv um.

„Sei perfekt“ → „Gib dein Bestes“

Perfektion ist oft unerreichbar, aber der Antrieb zur Exzellenz kann eine starke Motivation sein. Statt auf Fehlerlosigkeit zu bestehen, richte dich darauf aus, dein Bestes zu geben und dabei auch mal „gut genug“ zu akzeptieren.

  • Originalgedanke: „Ich muss alles perfekt machen. Fehler sind inakzeptabel.“

  • Umdeutung: „Ich gebe mein Bestes und lerne aus meinen Erfahrungen. Ich achte auf hohe Qualität, ohne mich zu überfordern. Es ist in Ordnung, wenn nicht alles perfekt ist.“

  • Vorteil: So kannst du dir erlauben, menschlich zu sein und trotzdem engagiert zu bleiben, ohne den Anspruch an Perfektion.

  • Erinnerung im Alltag: Frage dich „Was ist für diese Aufgabe wirklich nötig?“

„Streng dich an“ → „Finde die Balance zwischen Einsatz und Pausen“/ „Bleib motiviert und achtsam“

Anstrengung und Durchhaltevermögen sind oft eine Stärke. Indem du diesen Antreiber in gezielte Motivation und Achtsamkeit umwandelst, bleibst du engagiert, ohne dich zu verausgaben.

  • Originalgedanke: „Ich muss immer hart arbeiten, sonst habe ich nichts verdient.“

  • Umdeutung: „Ich setze mich mit Energie für meine Ziele ein, achte aber auch auf meine Pausen und bleibe achtsam mit meinen Kräften.“

  • Vorteil: Du kannst deine Leistung wertschätzen, ohne auszubrennen. Balance sorgt dafür, dass du langfristig motiviert bleibst.

  • Erinnerung im Alltag: Vermeide Überanstrengung, indem du regelmäßig checkst, wie es dir geht. Frage dich: „Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine kurze Pause?“

„Mach es allen recht“ → „Sei verbindlich, aber auch für dich da. Entscheide, was dir wichtig ist.“

Das Bedürfnis, es allen recht zu machen, entspringt oft dem Wunsch nach Harmonie und Akzeptanz. Indem du Verbindlichkeit schaffst, erkennst du deinen Wert und setzt gleichzeitig klare Grenzen für deine eigenen Bedürfnisse.

  • Originalgedanke: „Alle müssen mich mögen, also muss ich es allen recht machen.“

  • Umdeutung: „Ich bin für andere da, aber auch für mich. Ich sorge gut für meine Bedürfnisse und gehe achtsam und respektvoll mit anderen um. Ich muss nicht immer alles für andere tun.“

  • Vorteil: So kannst du authentisch bleiben und Beziehungen stärken, ohne dich zu verbiegen oder überanstrengen.

  • Erinnerung im Alltag: Werde dir darüber klar, wann du dich für dich selbst einsetzt. Frage dich: „Ist es in Ordnung, jetzt „nein“ zu sagen?“

„Sei schnell“ → „Setze Prioritäten. Gehe deinen eigenen Rhythmus und fokussiere dich“

Schnelligkeit ist hilfreich, aber oft auch stressig. Wenn du deinen „Sei schnell“-Antreiber in Prioritätensetzung verwandelst, behältst du die Kontrolle über deinen Zeitdruck. Statt ständig zu hetzen, richtest du deinen Fokus gezielt auf das Wesentliche.

  • Originalgedanke: „Ich darf keine Zeit verlieren, alles muss sofort erledigt werden.“

  • Umdeutung: „Ich arbeite an meinen Prioritäten und erledige Aufgaben in meinem Tempo, ohne zu hetzen. Ich fokussiere mich auf Qualität statt Geschwindigkeit.“

  • Vorteil: Diese Perspektive hilft dir, ruhiger und konzentrierter zu arbeiten, ohne in Hektik oder Überforderung zu verfallen.

  • Erinnerung im Alltag: Frage dich: Was ist wirklich dringend? Womit kann ich in Ruhe starten?

„Sei stark“ → „Sei stabil, erkenne deine Stärken an und akzeptiere auch deine Schwächen“

Der Wunsch nach Stärke kann dich unterstützen, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten. Stärke bedeutet jedoch nicht Härte. Indem du auf Stabilität setzt, gibst du dir die Freiheit, flexibel und dennoch widerstandsfähig zu sein.

  • Originalgedanke: „Ich darf keine Schwäche zeigen, sonst werde ich nicht respektiert.“

  • Umdeutung: „Ich bin stark und mutig, indem ich zu meinen Stärken und Grenzen stehe. Schwäche ist ein Teil von mir. Ich kann stabil bleiben, ohne unverwundbar zu sein.“

  • Vorteil: So lernst du, authentisch zu sein und auch Hilfe anzunehmen. Diese Offenheit steigert langfristig dein Vertrauen in dich selbst.

  • Erinnerung im Alltag: Erlaube dir, auch mal Schwäche zu zeigen. Das kann echte Stärke sein. Frage dich: Was brauche ich, um mich stabil und sicher zu fühlen?

💡 Tipp: Schreibe dir die neuen Formulierungen auf und halte sie an Orten bereit, an denen du oft hinschaust. Erinnere dich im Alltag daran, wenn der Druck steigt.
So gewinnst du nach und nach einen neuen Blick auf deine Antreiber und kannst bewusst zwischen positivem Einsatz und selbstauferlegtem Druck unterscheiden.

Jeder Antreiber kann eine Quelle von Motivation und innerer Stärke sein, wenn du ihn aus einer neuen Perspektive betrachtest und ihn an deine Bedürfnisse anpasst. So wird aus dem inneren Druck ein Antrieb, der dir hilft, resilient und gelassen durch den Alltag zu gehen.

5.4. Antreiber als innere Teammitglieder sehen

Betrachte deine Antreiber wie Teammitglieder, die du bewusst führst und einsetzt. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Lerne, mit ihnen im Gleichgewicht zu arbeiten und sie situativ zu aktivieren – ganz so, wie ein gutes Team nur durch gezielte Zusammenarbeit langfristig Erfolg erzielt.

Mit diesem Ansatz wird aus den inneren Antreibern eine kraftvolle Ressource für Resilienz und Motivation, die dich stärkt und auf gesunde Weise antreibt.

5.5. Grenzen setzen

Grenzen zu setzen, hilft dir, den Einfluss deiner inneren Antreiber zu regulieren und Überforderung zu vermeiden. Indem du klare Grenzen ziehst, schützt du deine Zeit, Energie und mentale Gesundheit. Es geht darum, bewusst zu entscheiden, wann und wie du deine Ressourcen einsetzt – und wann du „Nein“ sagen musst, um dich selbst zu schützen. Erlaube dir, „Nein“ zu sagen und nimm dir Raum für deine eigenen Bedürfnisse.

Einige Ansätze dazu:

  • Persönliche Prioritäten setzen: Überlege, welche Aufgaben und Verpflichtungen für dich wirklich wichtig sind und konzentriere dich darauf (siehe nächster Punkt)

  • Kleine Schritte: Setze dir realistische Grenzen und gehe in kleinen Schritten vor, damit dir das „Nein“-Sagen leichter fällt.

  • Selbstreflexion: Reflektiere regelmäßig, ob du dir treu bleibst und was deine Antreiber vielleicht von dir verlangen. Teste aus, wie sich das Grenzen-Setzen positiv auf dein Wohlbefinden auswirkt.

 💡 Grenzen setzen bedeutet nicht, weniger engagiert zu sein – es heißt, klüger mit deiner eigenen Energie umzugehen und dir selbst Wertschätzung entgegenzubringen.

5.6. Prioritäten entwickeln

Wenn du deine Prioritäten bewusst setzt, schaffst du Klarheit und Struktur im Alltag – und gibst deinen inneren Antreibern einen Rahmen. So kannst du dich gezielt auf das Wesentliche konzentrieren, ohne dich in Perfektionismus oder unnötigem Druck zu verlieren.

Priorisieren mit der Eisenhower-Matrix

Das Eisenhower-Prinzip hilft dir, Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu sortieren. So gewinnst du nicht nur einen klaren Überblick, sondern kannst deinen Fokus auf das legen, was wirklich zählt – und dich von unnötigem Stress befreien.

    • Wichtig und dringend: Sofort erledigen.

    • Wichtig, aber nicht dringend: Termin festlegen.

    • Dringend, aber nicht wichtig: Delegieren.

    • Weder wichtig noch dringend: Streichen.

Priorisieren mit der 5-4-3-2-1-Methode

Diese Achtsamkeitsübung hilft dir, den Geist zu beruhigen, im Moment präsent zu bleiben und aus stressigen Gedankenspiralen auszubrechen.
Sie funktioniert so:

  • 5 Dinge sehen: Schau dich um und nenne fünf Dinge, die du gerade sehen kannst.

  • 4 Dinge fühlen: Spüre vier Dinge, die du berühren kannst, z. B. den Stuhl unter dir oder den Boden unter deinen Füßen.

  • 3 Dinge hören: Höre genau hin und nenne drei Geräusche um dich herum.

  • 2 Dinge riechen: Konzentriere dich auf zwei Düfte in deiner Umgebung.

  • 1 Sache schmecken: Nimm bewusst einen Geschmack wahr, sei es dein Atem oder ein Getränk.

5.7. Langfristige Ziele setzen und gesunde Werte verankern

Verbinde deine Ziele und Antreiber mit Werten, die dich stärken. Setze dir erreichbare, sinnvolle Ziele, die dich motivieren, statt dich zu überfordern. Beispiele:

  • Dein „Sei perfekt“-Antreiber kann helfen, qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, ohne den Anspruch auf absolute Perfektion.

  • Mit dem Antreiber „Mach es allen recht“ setzt du gezielt Grenzen, lernst, freundlich und verbindlich zugleich zu sein und entwickelst eine stabile Selbstsicherheit.

 

6. Praktische Übungen für den Alltag: Vom inneren Druck zur Widerstandskraft 

Die inneren Antreiber herauszufordern und gleichzeitig deine Resilienz zu stärken – dafür gibt es einfache Übungen, die du leicht in deinen Alltag integrieren kannst. Mit diesen Techniken kannst du inneren Druck regulieren und deine innere Stärke fördern.

6.1. Wöchentliche Selbstreflexion: „Check-in“-Fragen 📝

Nimm dir am Ende der Woche bewusst ein paar Minuten Zeit, um dich zu fragen:

  • Welche Antreiber waren diese Woche präsent und aktiv? Wie haben sie dein Handeln beeinflusst?

  • Haben sie dich motiviert oder gestresst? Welches Verhalten oder Denken hat dich gestresst? Wann wurde es zu viel?

  • Was hättest du anders machen können? Wie möchtest du in der nächsten Woche mit ihnen umgehen?

✏️Halte deine Antworten in einem Notizbuch fest. Das hilft dir, Muster zu erkennen und dich gezielt auf Verbesserungen zu konzentrieren. 

6.2. Mikro-Pausen & Reset-Techniken: Den Druck in Minuten reduzieren 🧘

Manchmal reicht schon eine kurze Pause, um den inneren Stresspegel zu senken und wieder Klarheit zu gewinnen. Hier ein paar schnelle Techniken:

  • Mini-Meditation: Schließe kurz die Augen, atme dreimal tief durch, und lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper. Wo spürst du Anspannung?

  • 3-Minuten-Atemübung: Atme vier Sekunden lang tief ein, halte den Atem für vier Sekunden an, und atme dann langsam in sechs Sekunden aus. Verfolge jede Ein- und Ausatmung bewusst. Wiederhole dies dreimal. Schon wenige Atemzüge helfen dir, dich zu entspannen und neue Energie zu tanken.

  • STOP-Methode: Stoppe kurz– atme tief durch – nimm die Situation wahr – ordne deine Gedanken – plane den nächsten Schritt bewusst. Das ist Ein kurzer, effektiver Weg, um dich zu erden und den Druck zu reduzieren. 🕒🍃

6.3. Resilienz-Routine aufbauen: Dein Anker für innere Stärke 💪

Eine tägliche Routine wird dein Vertrauen in deine Widerstandskraft stärken – Hier sind einige Ideen für dich:

  • Morgenritual: Starte den Tag mit einer kurzen Achtsamkeitsübung oder einem positiven Gedanken. Es hilft, den Tag ohne Druck und mit Gelassenheit anzugehen.

  • Morgen- oder Abend-Check-in: Reflektiere am Anfang oder Ende deines Tages, wie du dich fühlst und welche Antreiber heute präsent waren. Das bewusste Wahrnehmen hilft dir, mehr Kontrolle über deine inneren Impulse zu bekommen.

  • Journaling: Schreibe jeden Tag ein paar Sätze über deine Erfolge und Herausforderungen. Es hilft dir, positive Erkenntnisse zu sammeln und deine Fortschritte zu würdigen.

  • Dankbarkeitspraxis: Notiere drei Dinge, für die du dankbar bist. Dieses einfache Ritual verschafft dir einen klaren Blick auf die positiven Seiten deines Lebens.

  • Visualisiere deine Fortschritte: Stell dir vor, wie du dich Schritt für Schritt von deinem inneren Druck befreist. Visualisiere, wie sich das positive Bild deines "neuen Ichs" mehr und mehr festigt.

Diese Routinen und Übungen unterstützen dich dabei, im Alltag deinen inneren Antreibern bewusst und gestärkt zu begegnen. So verwandelst du inneren Druck in Resilienz und lernst, deinen Weg mit mehr Leichtigkeit zu gestalten.

 

FAZiT: Innere Antreiber bewusst neu ausrichten für eine gesunde Balance und starke Resilienz

Deine inneren Antreiber zu verstehen und bewusst zu lenken, ist ein kraftvoller Schritt hin zu mehr Gelassenheit und Stärke. Du hast jetzt viele Techniken kennengelernt, die dir helfen können, Druck abzubauen und deine Antreiber als Ressourcen zu nutzen. Wenn du diese Werkzeuge regelmäßig anwendest, kannst du die Dynamik zwischen Antrieb und Entspannung gezielt gestalten.

Probiere die Strategien aus und erlaube dir, deinen eigenen Weg zu finden. Die Arbeit an deinen inneren Antreibern ist kein Sprint, sondern ein Prozess. Jede kleine Veränderung trägt dazu bei, langfristig Resilienz und Balance aufzubauen.

Indem du deine Antreiber erkennst und neu ausrichtest, investierst du in deine psychische Gesundheit und innere Stärke – eine Investition, die sich in jedem Bereich deines Lebens auszahlen wird.

 

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Wichtiger HINWEIS für DICH:

Meine Strategien sind nur Ideen und Impulse, damit Du Dich inspirieren lassen kannst.

Sie ersetzen weder einen professionellen Check beim Facharzt noch eine Therapie.


„Wenn ich beispielsweise von KUNDEN, KLIENTEN oder MITARBEITERN spreche, sind damit MENSCHEN aller GESCHLECHTER und IDENTITÄTEN gemeint.“


 
 

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Katarzyna Anna Hübner

Business Performance Coaching & Development

https://www.huebner-development.com
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